Marderabwehr – Wie man sich zuverlässig vor teuren Schäden schützt

Bild vom Marder

Bei einigen wenigen tierlieben Betrachtern mag das Bild eines Steinmaders Verzückung ob der flauschigen Niedlichkeit eines stubsnasigen Fellknäuels mit kleinen, spitzen Ohren auslösen. Die Mehrheit, insbesondere Autobesitzer und Hauseigentümer, empfinden jedoch wenig Zuneigung gegenüber dem kleinen Raubtier, das mit seinem Verhalten unangenehmen und nicht zuletzt kostspieligen Schaden verursacht und dem man mit viel Engagement den Kampf angesagt hat. Marderabwehr ist deshalb für viele, nicht nur im ländlichen Bereich ansässige Menschen, oft leider nach schmerzhafter Erfahrung, ein wichtiges Thema geworden.

Neugierig, dreist und triebgesteuert

Der Steinmarder ist in Deutschland, wie in gesamt Europa weit verbreitet. Da es sich bei ihm um einen sogenannten Kulturfolger handelt, der von den Lebensumständen des Menschen profitiert, hat er sich im Laufe der Jahre an den menschlichen Lebensraum angepasst und viel der natürlichen Scheu gegenüber der Nähe zum Menschen verloren. Auch wenn es nur selten zur direkten Konfrontation kommt, macht sich der Steinmarder für den Menschen doch zunehmend negativ bemerkbar. Steinmarder sind nachtaktiv und gehen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf Beutefang. Tagsüber ziehen sie sich in Verstecke zurück, die sie vermehrt im direkten Umfeld des Menschen finden: eine dunkle Ecke oder ein Brennholzstapel unter einem Carport, ein für den geschickten Kletterer leicht zugänglicher Dachboden, eine Scheune, ein trockengelegtes Boot oder bekannter- und gefürchteter weise der Motorraum des Kraftfahrzeuges, die einladenden Möglichkeiten sind vielfältig.

Schaden entsteht durch den Einzug eines Steinmarders auf verschiedene Art und Weise: er schleppt Unrat ein, der zusammen mit seinen Ausscheidungen zum Beispiel einen Dachboden schnell massiv Vermüllen kann. Außerdem führen Revierverhalten und der ausgeprägte Spieltrieb des Marders häufig zu Schäden, zum Beispiel an Dämmung und Isolierung. Auch wenn ein Steinmarder den direkten Kontakt zum Menschen immer meiden wird und bei Konfrontation die Flucht ergreift, schließt dies nicht aus, dass eine Begegnung mit einer Hauskatze weniger friedlich ablaufen kann und die Katze schwere Blessuren davonträgt.

Besonders problematisch und folgenschwer wird das Eindringen eines Marders in Häuser, Scheunen und besonders in den Motorraum eines Fahrzeuges aufgrund seines ausgeprägten Territorialverhaltens. Die Paarungszeit des Steinmarders liegt zwischen Juni und Juli. Bereits ab März, bis in den Spätsommer hinein, ist deshalb ausgeprägt territoriales Konkurrenzverhalten zu beobachten: andere Marder werden im eigenen Revier nicht geduldet und bekämpft. Dieses Verhalten wird bereits durch den Geruch eines Artgenossen ausgelöst, egal ob dieser tatsächlich vor Ort ist. Wurde ein Unterschlupf bereits von einem anderen Marder besucht, kann dessen Duftmarke aggressivstes Verhalten auslösen. Insbesondere bei Fahrzeugen, die regelmäßig über Nacht an unterschiedlichen, entfernten Orten parken, kann dies zu einer Doppelbelegung führen, in deren Folge ein Steinmarder mit einer Bissattacke gegen alles reagiert, mit dem der Konkurrent in Kontakt gekommen ist. Bei Autos sind dies im günstigsten Fall nur Dämmmaterialien, allzu oft jedoch auch Kabel, Schläuche oder Manschetten. Die Folgen dieser meist unbemerkten Beschädigungen sind weitreichend: ein undichter Kühlkreislauf, der zur Überhitzung des Motors führt, ein Kurzschluss durch beschädigte Kabel oder sogar schwere Unfälle durch defekte Bremsschläuche. Jährlich kommt es zu hunderttausenden Schadensfällen durch Marderbiss, wobei nicht jeder Fall auch als solcher erkannt wird, da Löcher durch die kleinen scharfen Zähne leicht übersehen werden können.


Die Wahl der Waffen

Die Liste an gut gemeinten Ratschlägen und Hausmitteln gegen ein wiederholtes Eindringen eines Steinmarders ist lang. Hundehaar, Menschenhaar, Toilettenreiniger, vieles soll helfen, erweist sich bei genauer Überprüfung jedoch als maximal kurzzeitig wirksam. Trotzdem ist man dem ungebetenen Gast nicht schutzlos ausgeliefert. Den Steinmarder zu jagen, zu fangen oder gar zu töten, ist dem Normalbürger nicht gestattet. Naheliegend wäre es also, das Eindringen des Marders zu verhindern. Dies gestaltet sich in der Praxis jedoch meist als wenig praktikabel, zumal der kleine Marder sehr geschickt darin ist, sich auch durch kleinste Öffnungen Zutritt zu verschaffen. Also besteht die Aufgabe der Marderabwehr darin, dem Marder den Zutritt und Aufenthalt möglichst unangenehm zu gestalten. Hierzu bieten sich verschiedene Methoden.


Sauberkeit ist aller Anfang - Marder Duftmarkenentferner

Zu Beginn jeder Strategie des Marderschutzes sollte jedoch die Beseitigung eventuell bereits vorhandener Marderspuren stehen, nicht zuletzt, um im Falle eines erneuten Eindringens das Auslösen des verheerenden Territorialreflexes zu vermeiden. Eine klassische Motorwäsche mit Hochdruck kommt nicht immer in Frage, deshalb gibt es sogenannte Duftmarkenentferner, die nach dem Prinzip eines klassischen Motorreinigers auf alle Motorteile aufgesprüht werden, mit denen ein Marder in Kontakt gekommen sein kann und anschließend mit einfachem Wasser, ohne Druck, abgespült werden, wodurch alle Duftspuren des Marders entfernt werden.


Volle Lautstärke mit Ultraschall Marderabwehr

Eine beliebte Methode des Marderschutzes, macht sich das im Vergleich zum Menschen feine Gehör des Steinmarders zunutze. Ultraschallgeräte erzeugen einen hochfrequenten Ton in einer Lautstärke von über 100 dB, der für den Marder kaum erträglich schmerzhaft, dabei aber, wegen der Frequenz, für das menschliche Gehör nicht oder zumindest kaum wahrnehmbar ist. Damit das schlaue Tier nicht feststellt, dass dem bedrohlichen Geräusch keine echte Bedrohung folgt und er sich daran gewöhnt, ist es wichtig, bei dem gewählten Gerät auf Frequenzmodulation zu achten.

Der Wirkungsradius solcher Geräte ist begrenzt, zudem wird Schall durch Hindernisse gestoppt, weshalb Ultraschallgeräte zur Vertreibung von Mardern eher für Räume wie Dachböden geeignet sind. Hier sollten zudem, je nach Größe, mehrere Geräte eingesetzt werden, die so montiert werden, dass bekannte Zugänge und eine möglichst große Fläche abgedeckt sind. Da die Geräte meist batteriebetrieben sind und wenig Strom verbrauchen, ist eine aufwendige Montage in der Regel unnötig.

Aufgrund der verwinkelten, eng bebauten Gegebenheiten in einem Motorraum sind Ultraschallgeräte für die Abwehr von Mardern in Fahrzeugen meist nur bedingt geeignet.


Vorsicht! - Hochspannung Marderschutz

Eine weitere Methode Marder fern zu halten besteht im Einsatz von Hochspannungsgeräten, die nach dem Prinzip eines Weidezauns arbeiten und dem eindringenden Marder einen ungefährlichen, jedoch sehr unangenehmen Stromschlag vermitteln, der ihn dauerhaft vertreiben soll. Diese Geräte bestehen aus einem Spannungserzeuger und einer Zahl an Kontaktplatten, die im Motorraum montiert werden. Berührt der Marder eine dieser Platten schließt er den Stromkreis und erhält einen Stromschlag. Die Platten sollten dabei idealerweise aus korrosionsfreiem Material wie Edelstahl bestehen, um langfristig zu leiten. Sie werden optimal im oberen Drittel des Motorraumes montiert und behindern, stören der schädigen die Bauteile und die Funktion des Fahrzeuges nicht. Wahlweise gibt es Geräte, die mit dem Bordnetz verbunden und so über die Autobatterie gespeist werden und solche, die über eigene Batterien betrieben werden. Die Montage letzterer ist etwas einfacher, dafür entstehen durch regelmäßigen Austausch der Batterien zusätzliche Kosten und zusätzlicher Aufwand. Der Stromverbrauch der bordnetzbetriebenen Geräte ist so gering, dass eine Belastung der Fahrzeugbatterie nicht ins Gewicht fallen sollte. Manche dieser Geräte werden zudem zusätzlich mit einer Ultraschallfunktion und den Marder störenden Lichteffekten ausgestattet.

 

Alle hier genannten Maßnahmen sind dazu gedacht, dem Marder das Eindringen und den Aufenthalt möglichst unattraktiv zu machen und ihn so langfristig fern zu halten. Dabei wird dem Marder jedoch kein bleibender Schaden zugefügt und auch für andere Tiere und den Menschen entsteht keine Gefährdung oder Belästigung.

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